Naturheilkundliche Wickel

Bei den naturheilkundlichen Wickeln werden die Wirkstoffe der Arzneipflanzen über die Haut, die Schleimhäute und die Lunge aufgenommen. So werden sie dem Körper besonders schonend zugeführt.

Ein Wickel besteht aus Schichten, das heißt, man verwendet mehrere unterschiedlich große Tücher übereinander. Das innerste Tuch kann feucht sein und einen Zusatz aus Heilkräuter-Essenz oder ätherischen Ölen enthalten. Er wird nach der Temperatur, nach dem Zusatz und nach der Körperstelle benannt, an der man ihn einsetzt.

Bei der Wirkung der Wickelanwendungen geht man von einem komplexen Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren aus: der physikalischen Wirkung der Wärme (durchblutungsfördernd), der physikalischen Wirkung der Kälte (abschwellend) und der Weiterleitung von Reizen, die das Herz-Kreislauf-System oder den Stoffwechsel ansprechen können.

Der Ingwerwickel

Der feuchtwarme Ingwerwickel wird im unteren Rückenbereich aufgelegt und wirkt dann auf den gesamten Organismus. Er ist durchblutungsfördernd, muskelentspannend, schmerzlindernd, stimmungsaufhellend, entkrampfend auf das Magen-Darm-System und immunstärkend.

Die Heublumenpackung

Die Heublumenpackung enthält verschiedene Gräser, darunter Löwenzahn, Wiesensalbei, Schafgarbe, Wiesenbocksbart und Kerbel. Die feuchtwarme Packung wird auf den Rückenbereich, die Schulter-Nacken-Region oder auf den Bauch aufgelegt.  Diese Packung wirkt schmerzlindernd, entspannend, durchblutungsfördernd und beruhigend.

Der Leberwickel

Für den feucht-heißen Leberwickel wird Schafgarbe verwendet. Er unterstützt das Fasten und die Ausleitung. Er wirkt entspannend und durchblutungsfördernd.

Der Kohlwickel

Für den Kohlwickel werden frische Kohlblätter verwendet, die in mehreren Schichten auf die betroffene Körpestelle aufgelegt werden. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.